Ein alter Freund

Drei Ehepaare sind einander in harmonischer Freundschaft verbunden. Die Männer treffen sich zum Kartenspielen, die Frauen zur Kaffeejause. Bei dieser kommt eines Tages heraus, dass zwei der Männer, Siegfried und Fritz, immer wieder mal für ein oder zwei Tage wegfahren, um jeder einen Arbeitskollegen und „alten Freund“ aus früheren Tagen zu besuchen.

Helene argwöhnt gleich, dass da was nicht stimmen kann. Prompt kommt ihr Otto mit der Nachricht nach Hause, dass er zufällig von seinem alten Freund Dieter Blau gehört habe, und den müsse er jetzt besuchen fahren, weil er ist überglücklich, dass er seinen alten Kumpel wieder gefunden hat. Die Frauen beschließen, diese „Freunde“ einfach mal am Sonntag zum Mittagessen einzuladen. Da die Einladung wohl mit „Empfänger unbekannt“ zurückkommen wird, wären ihre Männer bloßgestellt. Diese sind bereits im Begriff, sich von ihrer kurzen Freiheit zu verabschieden, doch die Rettung naht in Person des Vertreters Erich. Er wird – gegen finanzielle Gebühr – dazu überredet, sich für die drei Freunde auszugeben. Ausgestattet mit allerlei Informationen zu den bewussten Freundschaften erscheint er also zu angegebener Zeit zum Mittagessen. Das Staunen der Frauen ist anfangs groß, doch weil Erich nicht gerade der Hellste ist und der Wein sein übriges tut, fällt er leider bald aus allen Rollen….

Autor: Rudolf Reiner (österreichische Fassung von Christine Horvath)
Verlag: Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co.Ges.m.b.H., A-1010 Wien
(Quelle: Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co.Ges.m.b.H.)

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